Erfahrungen Digital Ocean WordPress

Seit ein paar Monaten nutze ich nun für das Hosten meiner diversen Blogs Digital Ocean. Die Verbindung Digital Ocean WordPress ist wirklich spannend und ich möchte euch meine Erfahrungen mit Digital Ocean berichten.

Angefangen mit der Installation von WordPress in Digital Ocean, über die Kosten hierfür, die Performance und die negativen Punkte, berichte ich über meine Erlebnisse bzw. Erfahrungen mit Digital Ocean.

Mein Fazit findet ihr wie immer unten am Ende des Artikels!

Erfahrungen Digital Ocean

Bevor ich bei Digital Ocean angefangen habe, hatte ich meine Webseiten auf einem VServer bei 1blu liegen. Gleich vorab: Der Vergleich zwischen den beiden hinkt ein bisschen, da der VServer bei 1blu ein Managed Server war inklusive bequemer Verwaltung per Plesk. Bei Digital Ocean bekommt ihr eine Virtuelle Maschine (VPS) die quasi leer ist. Hier müsst ihr alles selbst machen. Auf die Vorteile und Nachteile davon gehe ich weiter unten ein.

Installation Digital Ocean WordPress

Digital Ocean Preise 2018
Digital Ocean Preise Jan 2018

Nachdem man sich bei Digital Ocean registiert hat, kann es auch schon los gehen und ihr könnt ein sogenanntes Droplet erstellen. Dann 10 Dollar Gutschein war der erste Monat auch direkt umsonst und man konnte sich in Ruhe umschauen und testen.

Bei Digital Ocean bekommt man entweder einen “nackten” Server – ihr sucht euch einfach eines der Betriebssysteme aus. Oder ihr wählt ein vorgefertigtes Paket aus.

Ich habe mich für letztere Variante entschieden. Der Vorteil ist: Innerhalb von Sekunden habt ihr eine frisch installierte Linux (Ubuntu) Maschine, die bereits den Webserver Apache, eine Firewall und WordPress installiert hat. Auch sind die Updates bzw. Patches relativ aktuell. Ihr könnt also direkt loslegen.

Wo euer Server stehen soll könnt ihr euch ebenfalls aussuchen. Da die meisten Besucher des Kleiner Blog aus Deutschland kommen, läuft mein Droplet im Frankfuter Datencenter.

Ihr bekommt sofort eine IP Adresse zugewiesen und könnt euch dann via SSH Remote auf die Maschine verbinden. Das Passwort schickt euch Digital Ocean innerhalb von Sekunden zu.

Bleibt nur noch die Updates durchzuführen und WordPress und Apache zu konfigurieren. Einfache Guides hierzu wie ihr WordPress auf dem ubuntu von Digital Ocean installiert findet ihr direkt auf der Webseite.

Auch die Absicherung des Servers und der Webseite mit let’s encrypt ist möglich und in wenigen Minuten erledigt. Somit kommt ihr in den Genuss eines kostenlosen SSL Zertifikats!

Vorher solltet ihr noch den DNS Eintrag anpassen und hier die neue IP eintragen. Fertig!

Kosten für WordPress bei Digital Ocean

Ich habe mich für die “kleine Variante” mit 1er CPU, 1GB Ram und 30GB SSD Speicher entschieden. Das Ganze kostet dann 10 Dollar im Monat. Hauptursache war, dass man für die vorgefertigten Droplets mindestens 1GB RAM benötigt.

Seit ein paar Wochen wurden die Leistungen angepasst und aktuell bekommt man für das Geld 1 CPU, 2GB Ram und 50 GB SSD. Die Variante mit 1GB RAM kostet jetzt nur noch 5 Dollar im Monat.

Ein Wechsel in das neue Paket ist mit einem Mausklick erledigt. Der Vorteil der “virtuellen” Cloud Maschinen.

Die Abrechnung erfolgt übrigens stundenweise, wobei das Ganze bei 28 Tagen gedeckelt ist. An einer sekundengenauen Abrechnung wird noch gearbeitet.

Damit ihr eure Webseite dort hosten könnt, müsst ihr eure Domains bei einem Domain Provider, wie inwx, liegen haben und braucht noch einen Mail-Dienstleister. Je nach Endung kostet das 2- mehrere Euro im Jahr. eine .DE Endung kostet knapp 5 Euro im Jahr. Mails könnt ihr zum Beispiel über GMail Oder Mailbox.org lösen. Bei letzterem seid ihr mit einem Euro pro Monat dabei.

Performance Digital Ocean WordPress

Erfahrung Digital Ocean WordPress
Erfahrungen Digital Ocean WordPress – Auslastung

Ich habe aktuell vier WordPressbasierte Blogs auf einer Maschine laufen. Diese hat noch 1GB Ram und 25 GB SSD Speicher. Mittlerweile erhält man für das gleiche Geld 2 GB Ram – siehe oben Punkt Kosten.

Die Performance könnt ihr auf der linken Seite sehen und auf dieser Seite erleben! Es gibt nichts zu meckern! Im Gegenteil – alles im Lot! Die Seiten laufen super schnell und auch “massig” Besucher lösen keine Panik auf der Maschine aus. Die Auslastung lässt sich bequem auf der Webseite von Digital Ocean einsehen.

Im direkten Vergleich mit 1blu laden die Seiten wesentlich schneller! Ich denke, die SSDs und eine bessere Anbindung an das “Interweb” machen da einiges aus.

Außerdem hat man den Vorteil, sich selbst die aktuelle PHP Version auszusuchen und den Apache entsprechend zu konfigurieren.

All das hat dazu geführt, dass die Seite (zum damaligen Zeitpunkt) statt 6 Sekunden nur noch 3 Sekunden gebraucht hat um vollständig zu laden (laut gtmetrix).

Backups vs. Snapshots bei Digital Ocean

Ihr könnt eure Droplets, eure Maschinen, regelmässig Backupen lassen.

Wenn also mal ein Update in die Hose geht, könnt ihr euer Droplet ruckzuck wiederherstellen. Entweder ihr lasst DG jede woche automatisch ein Backup erstellen, wobei immer die letzten 4 Backups aufbewahrt werden oder ihr erstellt manuell einen Snapshot, den ihr bei Bedarf einspielen könnt.

Die Backups kosten 20% des monatlichen Betrags. bei mir also 2 Dollar im Monat. Snapshots werden nach GB abgerechnet. Diese kosten 0,05 Dollar je angefangenem GB. Archiviert wird hier aber nicht das gesamte Droplet. Der Snapshot meiner Instanz hat zum Beispiel knapp über 2 GB. Kostet also ~15 Cent im Monat.

Negative Punkte Digital Ocean

Größter negativer Punkt bei Digital Ocean ist die Tatsache, dass ihr keinen eigenen Mailserver dabei habt bzw. betreiben sollt/dürft. Man begründet das mit der Angst vor Spam.

Für mich allerdings kein großes Problem, da ich die entsprechende Adresse über mailbox.org laufen lasse. Hierzu muss beim Domainprovider eben der Mailserver von Mailbox.org eingetragen werden und schon geht das. Meine Erfahrungen zu Mailbox.org findet ihr übrigens auch hier im Blog!

Ab Werk habt ihr außerdem keine Verwaltungsoberfläche wie Plesk und müsst alles von Hand in der Command Line eures Linux machen.

Auch werden zwar Kernel updates und Sicherheitsupdates für die Maschinen durch Digital Ocean zentral eingespielt – die anderen Updates (der Apps) müsst ihr allerdings selbst machen! Man muss also regelmäßig ran. Funktioniert aber wunderbar vom Handy via SSH, wenn man mit dem Bus unterwegs ist…

Fazit

Ich bin wirklich zufrieden. Klar ist das Thema Email eine Einschränkung, aber da ich eh einen Account bei Mailbox.org habe (schaut euch meinen Artikel hierzu an) war das Ganze nicht wirklich schlimm.

Die Installation geht schnell von der Hand und man hat Ruckzuck seinen eigenen Server. Die Geschwindigkeit gerade für WordPress bzw. Webseiten ist wirklich gut! Was man auch im Anstieg der Besucherzahlen merkt! Sobald ihr mehr als eine Webseite habt, lohnt sich in meinen Augen der Wechsel zu Digital Ocean. Ich vermisse 1blu kein bisschen.

Mit dem Support hatte ich erst einmal kurz Kontakt. Ich hatte eine Frage zum damals ausgefallenen Monitoring der Droplets. Mir wurde innerhalb von einem Tag auf meine Mail geantwortet. War für mich okay!

Allerdings solltet ihr nicht ganz blutige Anfänger in der Linuxwelt sein. Das könnte etwas schwieriger werden.

Alternative Cloud Server Anbieter wie Vultr oder Scaleway habe ich mir jetzt noch nicht angeschaut. Hier sind die Einstiegspreise teilweise noch geringer – vielleicht was für das nächste Projekt.

Wenn ihr den Service von Digital Ocean auch einfach mal ausprobieren wollt, könnt ihr gerne meinen Empfehlungslink benutzen. Es ist praktisch ein Digital Ocean Gutschein über 10 Dollar. Mit diesem Coupon könnt ihr also je nach virtueller Maschine 1-2 Monate kostenlos testen und euch selbst ein Bild machen. Die Abrechnung erfolgt stundenweise – ihr könnt also einfach ein bisschen spielen damit!

Falls ihr Fragen habt lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen. Ich versuche euch gerne zu helfen!


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Eine Antwort auf „Erfahrungen Digital Ocean WordPress“

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